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SIMULACRI

Multimedia-Projekt von Künstlerinnen und Künstlern aus Leipzig und Hannover.

 

30.04. - 28.05.2017


 

Inhaltliche Klammer des künstlerischen Austausches zwischen Leipzig und Hannover ist der als Ausstellungstitel gewählte Begriff Simulacri in all seinen Facetten, wie er sich auch als Intention in zeitgenössischen, konzeptuell-künstlerischen Strategien wiederfinden lässt. Ein Simulacrum rekonstruiert seinen Gegenstand neu durch Selektion und Neukombination. Es entsteht eine “Welt, die der ersten ähnelt, sie aber nicht kopieren, sondern einsehbar machen will”

(Roland Barthes).

 

Das Projekt wird einen Bogen spannen vom zumeist negativ konnotierten Ersatz des “Echten” durch das Imitat eines Gegenstands oder – im Falle des Filmklassikers “Matrix” – einer ganzen Welt bis zum Einsatz von Surrogaten aus Kostenersparnis-Gründen in der industriellen Fertigung oder zur Analyse und modelhaften Beschreibung von Dingen und Prozessen.

 

Im öffentlichen urbanen Raum werden Simulacri, die dem unvoreingenommenen Blick eines zufällig vorrübergehenden Passanten ausgesetzt sind, ihre Kondition unter Beweis stellen können: beispielsweise als unerkanntes Mimikri oder irritierendes Surrogat von Wirklichkeit, wie beispielsweise bei Rüdiger Stankos geplanter Inszenierung einer scheinbar festgefrorenen Bewegung hinter einem Wohnungsfenster Lindens. Einen anderen Ansatz verfolgt Hanno Küblers Foto-Serie “Hamburger Hafen”, die als Collage montiert sich selbst einen Rahmen setzt. Der Wahl-Leipziger Norbert Meissner hingegen zeigt eine Multimedia-Arbeit mittels Einsatz von Laserstrahlen und mehrer in Kreuzform genagelter Smartphones als synonyme Anspielung auf die Herrschaft der Social Media-Welt.

 

Ein begleitendes Kunstvermittlungsprogramm bietet als Podiumsdiskussion ein “Künstlergespräch” sowie mehrere Workshops und Führungen, um die Besucherinnen und Besucher bei ihrer Erforschung des Simulierten zu unterstützen.

 

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"Pan", Undine Bandelin

 

 

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"Air Brush Cleaner", Helmut Hennig, Installation, 2017

 

 

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"Hafenraum", Hanno Kübler

 

 

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"Profanity", Norbert Meissner, Installation

 

 

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o.T., Rüdiger Stanko, Installation, 2017

 

 

Beteiligte Künstlerinnen und Künstler:

Undine Bandelin, Marek Brandt, Carsten Busse, Hartmut Kiewert, Jens Pfuhler und Norbert Meissner (Leipzig), Helmut Hennig, Magda Jarzabek, Hanno Kübler, Rüdiger Stanko u.a. (Hannover)

 

SIMULACRI

 

Ausstellungsdauer: Sonntag, 30. April, bis Sonntag, 28. Mai 2017

Vernissage: Samstag, 29. April, 19 Uhr

Öffnungszeiten Kunsthalle Faust: Do und Fr 16-20 Uhr, Sa und So 14-18 Uhr

Eintritt: 3 Euro, ermäßigt: 2 Euro

Beim Internationalen 1. Mai-Fest, 14 - 20 geöffnet.

 

Kunst-Dialog - Kurzführung und Künstlergespräch

Der KV Kunsthalle Hannover e.V. öffnet die Türen zur Kunsthalle Faust und lädt herzlich ein zu zwei Kurzführungen durch die Ausstellung SIMULACRI und anschließendem Gespräch mit der ausstellenden Künstlerin Magda Jarzabek und dem Kurator Harro Schmidt.

 

1. Mai (Eintritt frei)
15 Uhr Kurzführung und Künstlergespräch
17 Uhr Kurzführung und Künstlergespräch
19 Uhr Kurzführung durch die Ausstellung mit Harro Schmidt

 

Sonntags-Führungen um 15 Uhr:
Sonntag, 07. Mai mit Harro Schmidt (Kurator)
Sonntag, 28. Mai mit Magda Jarzabek (Künstlerin)

 

 

 (Bild: "Frieden", Carsten Busse)